Grenzland-Draisine

Der 14. September 2014 (Sonntag) war für die Fotogruppen des Bezirks Köln ein sehr eisenbahnaffiner Bezirkswandertag gewesen. Mit eigener Muskelkraft mussten die Teilnehmer auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Kleve und Kranenburg zwei unterschiedliche Draisinen über diese 10 km lange Strecke bewegen.

Zu dem Rollmaterial gehörte eine Club-Draisine für 9 Personen sowie eine kleine Draisine für 4 Personen.

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Die Club-Draisine für 9 Personen
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Die viersitzige Draisine

Um 11.00 Uhr startete der Konvoi von Kleve in Richtung Kranenburg.

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Spaß auf der Club-Draisine

Wie man den Bildern entnimmt, lagen optimale Wetterverhältnisse an diesem Tage vor. Keine brühend heiße Sonne und kein Regen. Laues Lüftchen bei bedecktem Himmel. So lässt sich die 10 km lange Strecke, mit unzähligen Unterbrechungen durch Fuß- und Verkehrswege, genüsslich erstrampeln.

Die überwiegende Anzahl an Bahnübergängen, obwohl diese hier eigentlich Straßenübergänge heißen müssten, müssen von den Teilnehmern manuell bedient werden. Die Strecke ist aber an den neuralgischen Punkten jeweils mit einer automatischen Ampelschaltung ausgestattet. Die Schranken, welche die Bahnstrecke absperren und nicht den Verkehr, müssen bis auf einen Punkt auf der Strecke, manuell gehoben und gesenkt werden.

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Der Schrankenwärter…

Die 10 km der Strecke verschwinden wie im Flug und so erreichten die Teilnehmer Kranenburg nach exakt nach 1 Stunde und 27 Minuten, was etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit von ca. 6 km/h darstellte.

Bf Kranenburg
Bf Kranenburg

Der Bahnhof Kranenburg ist für die Grenzland-Draisine ein Übergangsbahnhof. Von hier aus kann man nach Umstieg auf eine neue Draisine (Club oder 4Sitzer) die weitere Strecke in die Niederlande nach Groesbeek bezwingen. Die Entfernung hier hin in den nächsten Nachbarort Groesbeek beträgt ca. 5 km.

Mein vorheriger Blick auf die Landkarte sagte mir, hier in Kranenburg ist man sehr schnell mit allem durch. Nur hatte die Programmleitung den genialen Einfall hier das Mittagsmahl einzunehmen. Und so haben wir nach der Ankunft am Bahnhof Kranenburg Einkehr ins Schnellrestaurant Peters  gemacht.

Schnellrestaurant Peters
Schnellrestaurant Peters

Ein toller Tipp für den Ausflug. Sehr zivile Preise, perfekter Service und leckeres Essen erwartete uns an diesem Sonntag.

Aufgrund der geringen Highlight-Dichte in Kranenburg haben wir das Essen ausgiebig und lange ausgekostet und uns anschließend den Altstadtkern von Kranenburg angesehen.

Da an diesem 14. September 2014 auch zeitgleich Tag des Denkmals war, konnten wir in Kranenburg den Mühlenturm besteigen. Im Letzten Jahr konnten wir z. B. auf einer Bezirkswanderung in Lüttich (Liegè) in Belgien so das königliche Palais betreten.

In alten Gemäuern
In alten Gemäuern

Hier nun war es der Mühlenturm. Für einen Mühlenturm ist dieser hochwertig eingerichtet. Alleine die „letzte Meile“, der Aufstieg in die Kanzel, ist der Treppenkonstruktion eines Schlosses nicht unähnlich. Dennoch enttäuscht leider der Ausblick aus den kleinen Fenstern. Viel Grün und kaum Bauwerke können erhascht werden. 🙁

Um 17.00 Uhr begann dann die Rückreise Richtung Kleve. Die Rückfahrt wurde noch als sportliche Herausforderung umgemünzt.

Aufstellung zur Rückfahrt...
Aufstellung zur Rückfahrt…
„Take your seats please…“

Da im kurzen zeitlichen Abstand mehrere Gruppen losfahren, wollten wir versuchen den Abstand zu den Vorausfahrenden zu verkleinern und den hinterherkommenden gewaltig zu vergrößern. Die Bahnübergänge entpuppten sich als wahre Zeitfresser oder wenn man Sie geschickt durch die vorausfahrenden Gruppen auszunutzen wusste, auch zu Zeitbringern.

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Aufholjagt am Bahnübergang

Die vorausfahrende Gruppe mit Niederländern haben wir zur Hälfte der Strecke eingeholt und scheuchten sie vor uns her bis nach Kleve.

Insgesamt konnte eine Bestzeit im Vergleich zur Hinfahrt herausgeholt werden. 1 Stunde 16 Minuten für die 10 km zurück nach Kleve. Respekt! Die Durchschnittsgeschwindigkeit kletterte auf aufgerundete 8 km/h.

In Kleve angekommen verteilten sich die Teilnehmer schnell auf die rückführenden Transportmittel. Eine kleine Gruppe nutzte die verbleibende Zeit noch zu einem kleinen Umtrunk in dem am Draisinenbahnhof gelegenen Biergarten.

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